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  • Sven Scheffel

Westweg 2020 - Etappen 05/06

Aktualisiert: Juli 30

* Ruhestein bis Hausach * 46 km – 887 Hm - 1565 Hm

Meinen letzten Blogbeitrag zum Westweg beendete ich mit der Ankündigung, gerade in der Planung für die nächsten Etappen zu stecken. Vergangenen Montag war es dann tatsächlich so weit. Ich begab mich wieder auf den Weg. In zwei Tagesetappen wollte ich vom Ruhestein bis nach Hausach wandern. Im Vorfeld grübelte ich ein wenig darüber nach, mit welcher Strategie ich den Rest des Weges bis nach Basel gehen wollte. Hatte ich genügend Zeit, um die ausstehenden 200 km vielleicht am Stück zu bewältigen? War das mitten im Sommer überhaupt sinnvoll? Dabei dachte ich in erster Linie an Hitze und Gewitter. Nach ein wenig Nachdenken kam ich zu dem Schluss, nur zwei Etappen zu gehen und die Restetappen dann an einem Stück im September zu bewältigen.

Im Vergleich zu den ersten vier Etappen gab es einige Veränderungen. Gewebeplane und Hängematte blieben Zuhause. Dafür waren unser Hund Cesco und ein Zelt mit dabei. Für mich stellte das ein Experiment dar, da ich nicht wusste, wie das mit Cesco draußen über Nacht werden würde. Grundsätzlich ist er ja bei sehr vielen Tagestouren mit dabei und mittlerweile eine richtige Bergziege. Wie würde er sich aber nachts verhalten, wenn er z.B. ein anderes Tier wittert? Unter Umständen würde ich kein Auge schließen, da er möglicherweise ständig bellt oder knurrt. Das war so ein wenig meine Befürchtung. Aber woher wissen, wenn nicht ausprobieren?!

In diesem Blogbeitrag fasse ich bewusst zwei Etappen zusammen. Einfach deshalb, weil ich nicht ganz so viel erlebte wie beim letzten Mal und ich den Text daher eher kompakt halten werde.

Nach der Erfahrung mit dem schweren Rucksack im Mai war klar, das Gewicht musste runter. So nahm ich tatsächlich nur das nötigste mit. Auf Wechselklamotten verzichtete ich komplett. Obwohl ich ein kleines Solo-Zelt, das „Wechsel Exogen 1“ (1,5 kg), und eine kleine Decke für Cesco mit dabei hatte, schaffte ich es das Gewicht auf 18,6 kg zu drücken. Fast ein ganzes Kilogramm. Nicht gigantisch viel, aber immerhin.

Wir starteten Montagmorgen direkt vor unserer Haustür. Die ersten 3,2 Kilometer legten wir zurück, indem wir durch das Feld zu einem kleinen Bahnhof am Waldrand liefen. Dort stiegen wir in die Bahn ein. Nach zweimal umsteigen kamen wir voller Vorfreude am Ruhestein an, auf dem immer noch am neuen Info- und Besucherzentrum und dem großen Skywalk gebaut wurde. Höllischer Baustellenlärm schallte uns entgegen, also nichts wie weg. Cesco konnte es auch kaum erwarten durchzustarten, nachdem wir anderthalbstunden mit Bahn und Bus unterwegs waren.

Die Erkenntnis der ersten Meter: Langsamer Zweibeiner mit schwerem Rucksack vs. schneller Vierbeiner ohne Gepäck. Cesco grinste mich an. Ich hatte das Gefühl der machte sich lustig über mich! Aber lassen wir das.

Zunächst peilten wir den Schliffkopf an, auf dem wir vor knapp zwei Monaten schon einmal standen. Damals war es ziemlich frisch und Cesco bekam in der Pause meine Primaloft-Weste übergezogen.

Dieses Mal war es zwar windig, aber sommerlich warm.

Da wir die Tour schon recht weit oben starteten, hatten wir in den beiden vor uns liegenden Tagen recht wenig Höhenmeter zu steigen. Das Gehen war also sehr entspannt und wir kamen schnell voran. Was weniger schön war, dass die Schwarzwaldhochstraße sich auf den ersten 13 km immer irgendwie in der Nähe befand. Gerade als ich das Gefühl hatte in der Natur zu sein, hörte man in unmittelbarer Nähe einige Autos vorbei fahren. Nicht schön, aber wir sind eben im dichtbesiedelten Deutschland und nicht in den Weiten Kanadas.

An der Aussichtsplattform am Schliffkopf legten wir die erste Trinkpause ein. Auf der anderen Seite der Rheinebene ragten die Berge der Vogesen auf. Heute hatten wir eine tolle Fernsicht. Es ist doch immer wieder total faszinierend, welche unterschiedlichen Stimmungen, je nach Jahreszeit und Wetterverhältnissen, der Blick auf die Rheinebene bietet. Immer ist es ein klein wenig anders.



Nach einigen Kilometern streiften wir die Abzweigung zum Lotharpfad. Diesen ließen wir links liegen und gingen geradeaus weiter. Ab jetzt betrete ich Neuland. Bis auf eine Wanderung in meiner Kindheit, war ich noch nie in dieser Ecke unterwegs. Erst weiter im Süden, ab Hinterzarten, sollte ich mich wieder auskennen.

Mittlerweile stand die Sonne im Zenit und es wurde auf den offenen Flächen richtig heiß. Nach dem Schliffkopf ging man recht lange und oft auf geschotterten Waldwegen, die das Licht stark reflektierten. Besser noch einmal Sonnencreme auf Gesicht und Arme auftragen. Diese gut befahrbaren Wege teilten wir uns mit einigen Mountainbikern, von denen einige offensichtlich die Bikevariante des Westweges fuhren. Was ich beobachten konnte war, mittlerweile sieht man nur noch sehr wenig Radler ohne Motor. Mir steht es fern ein Urteil darüber zu fällen, irgendwie war ich aber stolz darauf, mein Gepäck „by fair means“ ohne motorisierte Hilfe zu tragen. Auf Höhe von Kniebis sind wir wieder auf abenteuerlichen Wegen unterwegs, wodurch es gleich kühler und das Klima angenehmer wurde. Ein schmaler Pfad lag vor uns, eingeengt zwischen jungen Bäumen und Büschen. Das hatte ein wenig etwas von Indiana Jones, dachte ich. Wir schlichen eine Weile durch das Dickicht, bevor der Pfad wieder offener wurde und plötzlich die „Zuflucht“ vor uns lag. Meinem Partner schlug ich vor, im Biergarten des Zufluchthotels ein leckeres Kaltgetränk zu uns zu nehmen. Cesco gab sein Ok, ich solle aber gefälligst die Rechnung übernehmen. Kein Problem! Als wir ankamen stand auf dem Schild: „Montag Ruhetag“. Schade, das war wohl nichts.


Unser heutiges Ziel sollte die Lettstädter Höhe sein. Dort gab es eine Schutzhütte, neben der wir das Zelt aufschlagen wollten. Das Problem am ersten Tag war wieder einmal das Wasser. Es gab auf diesem Abschnitt keinen Brunnen. Ca. 700m entfernt von der Lettstädter Höhe und einige Höhenmeter tiefer, zeigte die Karte eine Quelle an. Was wäre aber, wenn diese gerade kein Wasser führt? Dann hätten wir unnötige Kilometer zurückgelegt. Das wollte ich eigentlich vermeiden. Durch den Regen der Vortage, gab es für Cesco zwar immer wieder Rinnsale am Wegesrand. Für den Abend brauchen wir aber auf jeden Fall irgendwo einen Brunnen, um unsere Flaschen aufzufüllen. Kurz vor der Hütte stiegen wir aus diesem Grund zum Glaswaldsee hinab, der in einem kleinen Talkessel unterhalb der Lettstädter Höhe liegt. Insgesamt war das nochmal ein Umweg von knapp fünf Kilometern, aber im See würde sich definitiv Waser befinden, was wir nutzen konnten.

Den Glaswaldsee kenne ich noch aus meiner Schulzeit. In der 7. oder 8. Klasse machten wir eine Klassenfahrt dorthin. Ich kann mich noch gut an die Fichtenzapfen-Schlacht erinnern, die zwischen Mädchen und Jungen am Seeufer ausgetragen wurde. Auch an die Lehrer erinnerte ich mich noch gut, die in den Büschen saßen und Heidelbeeren aßen, während wir alle rumjammerten, weil uns vom Wandern die Füße weh taten und wir nach Hause wollten. Eine schöne Erinnerung, die mittlerweile fast 35 Jahre zurück liegt.

Am See kühlten wir uns ab, tranken etwas und ich füllte mit Hilfe eines kleinen Wasserfilters die Flaschen auf. Danach ging es auf der anderen Seeseite steil zur Seeebene hinauf und über sandigen und felsigen Boden zur Lettstädter Hütte rüber.



Die Hütte lag an einer kleinen Waldlichtung, direkt an drei engen Waldwegen und am Rande des Naturschutzgebiets. Verunsichert checkte ich nochmal die Karte, ob die Hütte nicht doch noch im Naturschutzgebiet liegt. So richtig eindeutig konnte man es nicht erkennen, da die Grenze schraffiert dargestellt wurde und der Maßstab meiner Karte zu groß war. Da das Schild jedoch Richtung Glaswaldsee zeigte, interpretierte ich es so, dass die Hütte gerade um ein paar Meter außerhalb lag. Wenn ich das Zelt ziemlich nah an der Hütte aufbaue, sollte das also kein Problem darstellen.

Ein total schöner, stiller und einsamer Ort. Als wir ankommen war es schon spät und wir beschlossen zunächst eine wohlverdiente Siesta einzulegen. Cesco lag unter dem Tisch und döste und ich lag auf einer Holzbank mit einem Buch in der Hand. Als Lektüre hatte ich dieses Mal das Buch „Exit Racism“ von Tupoka Ogette mit dabei. Sie beschäftigt sich darin, weiße Menschen für Rassismus zu sensibilisieren. Es ist als Arbeitsbuch aufgebaut und nimmt den Leser in einen Prozess mit, eigene Rassismen zu erkennen, zu hinterfragen und abzubauen. Sehr empfehlenswert!

Die Uhr zeigte mittlerweile 18.00 Uhr und noch immer knallte die Sonne auf uns runter. Es war eine gute Entscheidung, die restlichen Etappen erst im Spätjahr zu gehen, wenn es (hoffentlich) wieder etwas kühler ist. Beim Wandern mag ich doch eher das raue Klima.

Nach dem Essen baute ich gegen 20.00 Uhr das Zelt auf. Der spannende Moment näherte sich. Als das Zelt stand, spurtete Cesco sofort hinein, um die Lage zu checken und durchzuschnüffeln. Eine halbe Stunde später zogen wir uns in das Zelt zurück. Gerade noch rechtzeitig, denn im Gegenlicht konnte man gut erkennen, dass plötzlich eine Armee von Moskitos und kleinen Mücken auftauchte, in der Absicht uns zu massakrieren.



Das Schöne an meinem Solozelt ist, dass es eine kleine dreieckige Ausbuchtung gibt, in die Cesco genau reinpasst. Da mein Hund jedoch keine Ahnung von Geometrie hat, interessierte ihn dieser äußert praktische Aspekt nicht. Da so ein Solozelt doch ziemlich eng ist, mussten wir erst einmal kurz ausdiskutieren, wem welcher Platz gehörte. Mein Hauptargument war natürlich, dass ein eingerollter Hundekörper keine zwei Meter lange Isomatte brauchte. Das schien meinen Wandergefährten zu überzeugen! Die nächsten 30 Minuten gestalteten sich dann aber etwas schwierig. Am Zelt flogen ständig brummende Insekten vorbei und Cesco versuchte zu lokalisieren, woher die Geräusche kamen. Dabei lief er mir zweimal über das Gesicht und versuchte einen Ausgang aus dem Zelt zu finden. Er fand keine Ruhe und war ziemlich aufgewühlt, weil er mit diesen Geräuschen von draußen nicht umgehen konnte. In dieser Situation hatte ich keine Chance ihn ins Platz zu legen. So aufgewühlt und gestresst sah ich meinen Hund noch nie. Nach ca. 20 Minuten hatte ich die Idee, die Nüsse aus dem Rucksack ins Zelt zu holen. Leckere Cashews im Zelt zu futtern ist gleich, das Zelt ist ein toller Ort. Mit den Nüssen ließ sich dann seine Aufmerksamkeit sehr gut umlenken und ich konnte ihn problemlos in das besagte Dreieck ablegen. In den nächsten Minuten schob ich immer wieder mal eine Nuss nach und er konzentrierte sich nun vollständig auf den „Futterapparat“ neben ihm. Nach fünf Minuten war er dann deutlich entspannter. Mal schauen, ob es halten würde. Sollte das gelingen, werde ich demnächst eine Praxis für Cashew-Hypnose eröffnen. Terminreservierungen bitte per Email oder PN.

Kurze Zeit später bekamen wir Besuch von einem Vogel, der 20 Minuten lang immer wieder links und rechts laut über das Zelt flatterte. Wohl auf der Suche nach Essensresten. Cesco reagierte gar nicht. Sehr gut!

Nachts war ich dreimal kurz wach, Cesco schlief dagegen wie ein Stein. Um 6.50 Uhr wachten wir auf. Cesco im Dreieck, ich auf der Isomatte. Wir hatten die Zelttaufe ohne nächtliche Eskapaden über- und durchgestanden. Perfekt!


Wir frühstückten, bauten das Lager ab und starteten in den zweiten Tag. Zunächst vorbei am Seeblick und dann weiter über die Seeebene Richtung Hausach. Unser erstes Ziel war der Julius-Brunnen. Wir brauchten dringend Wasser. An dieser Stelle eine Anmerkung an alle, die in Zukunft möglicherweise auch den Westweg erwandern möchten. Im Netzt machte sich ein Wanderer die Mühe eine GPX-Datei zu erstellen, die in Googlemaps oder anderen Navigations-Apps geöffnet werden kann. In dieser Datei sind alle Schutzhütten und Brunnen gelistet, die direkt am Westweg liegen. Für meine Planung war diese Liste bisher sehr hilfreich. HIER findet ihr zu dieser Datei, solltet ihr Interesse daran haben.

Am Julius-Brunnen angekommen stellten wir fest, er ist trocken. Mist! Einige Kilometer weiter, am Freiersbergsattel, schafften wir es dann unsere Flaschen zu füllen.

Da ich morgens nur ein Müsli mit Wasser gegessen hatte und dass nicht gerade ein kulinarischer Hochgenuss war, entschied ich spontan am Harkhof einen Stopp einzulegen. Ein hobbitmäßiges zweites Frühstück wäre gar nicht schlecht. Mal schauen ob wir zeitig dort sind und es noch Frühstück gibt.



Kurz vor der Hark öffnete sich plötzlich die Landschaft. Wir blickten auf saftige hügelige grüne Weiden. Das sah wirklich toll aus. In einem kleinen Kessel lag dann der Harkhof. Vom Hofhund wurden wir früh entdeckt. Der setzte sich in Bewegung und trottete querfeldein den Hügel hoch. Wir folgten dem Serpentinenweg und als wir unten ankamen, schaute er von oben auf uns herab. In einer Denkblase konnte man deutlich erkennen, dass er uns ziemlich doof fand, weil wir oben nicht auf ihn warteten und nun unter ihm standen. Mit seinen zu kurz geratenen Beinen hüpfte er den Hügel wieder hinunter, um uns zu begrüßen. Cesco fand temporär einen neuen Kumpel. Gemeinsam schnüffelten die beiden dem Hof entgegen. Wie romantisch. Nach einer Käseplatte (für mich) und einem Wienerle (für Cesco) später, brachen wir aus dem schattigen Biergarten auf, um nach Hausach zu kommen. Noch lagen ungefähr 15 km vor uns. Kurz nach dem Kreuzsattel bestand dann die Möglichkeit eine Variante zu laufen, um dem Brandenkopf noch einen Besuch abzustatten. Hier mussten wir irgendwo eine falsche Abzweigung genommen haben. Der Westweg war plötzlich verschwunden, bzw. eine Markierung zeigte uns an, wir hätten noch 13 km zu gehen. Eine gelbe Raute bot uns an, in sieben Kilometern in Hausach zu sein. Nochmal zurück laufen und den längeren Weg nehmen? Es war schon Nachmittag, die Sonne brannte und ich dachte an die Bahn die wir erwischen wollten. So ließen wir die rote Raute hinter uns und folgten der lokalen gelben Raute. Wir waren ja flexibel! Zuhause stellte ich fest, dass wir die Route über den Spitzfelsen irgendwo verpassten und durch das Einbachtal nach Hausach kamen. Nach dem Verlassen des Waldes, folgten wir ca. zwei Kilometer der Straße, was dann nicht mehr wirklich so toll war.



Schön war jedoch, dass es auf dem Weg zum Bahnhof irgendwann über eine Brücke ging. Darunter floss der Fluss Kinzig, der einige Kilometer weiter im Schwarzwald entsprang. Die Kinzig begleitete mich meine komplette Kindheit und Jugend. 42 km weiter flussabwärts leben meine Eltern direkt am Fluss und ich schickte Grüße das Kinzigtal hinunter. Mal schauen, ob sie die beiden erreichen.

Die Uhr sagte: „18 Minuten bis die Bahn kommt.“ Schnell noch in die Tankstelle rein, um zwei überteuerte Kaltgetränke aus dem Kühlschrank zu kaufen. Cesco bekam noch ein Leckerchen, begrüßte den Tankstellenhund und weg waren wir. Gemütlich schlenderten wir dem Bahnhof entgegen. Als ich auf dem Weg zum Bahnsteig die zweite Flasche öffnete, fragte ich mich, wie das mit Wanderstöcken in der Hand anatomisch eigentlich möglich sei. Flasche in der einen Hand, den Deckel aufdrehen mit der anderen Hand, Stöcke in der... Stöööööcke! Wo waren meine Stöcke?! Mist, meine Stöcke waren weg. Die Tankstelle kam mir in den Sinn. Die stehen sicher in der Tankstelle. Acht Minuten, dann würde die Bahn fahren. Wir spurteten zur Tankstelle zurück. Cesco dachte sicher ich habe einen Vogel! Wir brauchten drei Minuten, das könnte reichen. Sie standen direkt an der Eingangstür. Kurz rein, wieder raus und schnell zurück zum Bahnhof. Wir stiegen gerade in die Bahn, als sich die Türen schlossen und der Zug abfuhr. Das war knapp. Jetzt könnten wir beide eigentlich nochmal ein Kaltgetränk, und vor allem eine Dusche brauchen.


Das waren die Etappen 5 und 6 des Westweges. Dieses Mal begleitete mich Cesco und wie beim letzten Mal hatte ich das Gefühl, die Tour war viel zu schnell zu Ende. Mit Cesco machte es viel Spaß unterwegs, auch wenn wir uns etwas eingrooven mussten miteinander. Mit einem schweren Rucksack und den Stöcken, ist man nicht ganz so flexibel, um zu reagieren. Im Nationalpark gibt es ja eine Leinenpflicht und ich nahm Cesco an die Schleppleine. Zusätzlich mit den Stöcken war das dann ein ziemlich abgehacktes Laufen, weil sich die Leine ständig verhedderte. Nach einigen Kilometern nahm ich sie dann ab, weil es mir echt zu doof war und wir sowieso auf breiten übersichtlichen Wegen unterwegs waren. Cesco ist im Übrigen sehr gut abrufbar, auch wenn er Wild sieht.

Brutal fand ich die vielen Zecken während der beiden Tage. Ich pflückte sicher 25 Zecken aus Cescos Fell und auch Zuhause mussten wir dann noch einige entfernen, die durchgewitscht waren. Durch das kuschlige im Zelt schlafen rechnete ich damit, dass mir Cesco nachts sicher einige abgeben würde. Das war dann aber doch nicht der Fall. Glück gehabt. Wider Erwarten war die Nacht sehr gut. Damit hätte ich nicht gerechnet und das freute mich. Cesco bekam nun auch das Zelt-Diplom verliehen. Die nächsten Etappen werde ich am Stück gehen. Sieben Etappen stehen aus bis Basel. Die aktuelle Planung lautet, die Tour Mitte September zu Ende zu laufen. Möglicherweise werden zwischendurch Antje und Cesco eine Etappe mit wandern und wir versuchen endlich mal in die Krunkelbachhütte am Herzogenhorn zu kommen. Bis dahin, lasst es euch gutgehen und vielen Dank für das Lesen. Feedback und Fragen dürft ihr gerne in die Kommentare schreiben.




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