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JAHRESRÜCKBLICK 2016

1 Jan 2017

Kaum zu glauben, schon wieder ist ein Jahr vorüber. Je älter ich werde, desto schneller flutscht mir die Zeit zwischen den Fingern hindurch. Einerseits finde ich dieses subjektiv wahrgenommene Phänomen sehr spannend, andererseits erschreckt es mich auch ein wenig.

2016 war für mich grundsätzlich ein eher stressiges Jahr. Selten erlebte ich so intensiv das Hauptjob, Fotogewerbe und Privatleben, jeweils an einem anderen Ende von mir ziehen und ich nicht genau wusste, an welcher Stelle ich denn genau nachgeben und an welcher ich stärkeren Gegendruck erzeugen sollte. An solchen Punkten ist es manchmal wichtig klare Entscheidungen zu treffen und das habe ich getan. 2017 wird es deshalb einige Veränderungen geben.

 

 

Mitte 2016 habe ich für mich die Entscheidung getroffen, mein Fotogewerbe Ende des Jahres aufzulösen. Warum? Nach vier Jahren der nebenberuflichen Selbständigkeit stellte ich fest, dass es auf Dauer unheimlich schwierig ist mehrere Jobs unter einen Hut zu bringen. Mein Privatleben blieb dabei immer etwas auf der Strecke und litt darunter. Auf Dauer bin ich nicht bereit diesen Preis zu bezahlen und für den Schritt in die komplette Selbständigkeit bin ich doch zu sehr Sicherheitsmensch. So wird dieses Jahr Schluß sein mit der Fotografie als Dienstleistung.

Die Arbeit mit meinen Kunden hat mir in den letzten Jahren unheimlich viel Spaß gemacht. Durch die gewerbliche Fotografie habe ich viele wundervolle, einzigartige und interessante Menschen kennengelernt. Es gab aber auch die Schattenseiten. Geprellte Rechnungen, stumpfsinnige Diskussionen um die Preisgestaltung meiner Angebote oder Anwaltsdrohungen.

 

 

 

 

Die subjektive Empfindung der schneller voranschreitenden Lebenszeit, die für mich schwierige Vereinbarkeit mehrerer Jobs und die negativen Kundenerfahrungen in 2016, ließen in mir einen Wunsch reifen. Vielleicht haben auch aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen ein wenig mit dazu beigetragen. 2017 möchte ich deshalb dafür nutzen wieder etwas freier zu sein und mich vom Druck des "Funktionierens" zu befreien. Vielleicht hört es sich an dieser Stelle etwas seltsam an, aber ich freue mich darauf! Ich freue mich darauf, weil ich gerne wieder brach liegende Fotoprojekte aufnehmen möchte. Um eigene Fotoideen umzusetzen, würde ich gerne wieder mehr draußen unterwegs sein und Dinge machen, die ich Jahre vor mir her geschoben habe. Gerne würde ich mich auch vermehrt der künsterlischen Fotografie widmen. Und das alles, ohne sich um Kundenaquise und um die Profilierung am Markt kümmern zu müssen. Einfach der Muse wegen.

 

 

 

 

Wenn ich behaupte, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen im vergangenen Jahr viele Menschen innerlich bewegten, werden mir die meisten von euch sicher zustimmen. Im letzten Jahr musste ich wirklich viele Aktivitäten mit Freunden absagen oder Anfragen von Fotofreunden verschieben und auf einen anderen Zeitpunkt in der Zukunft terminieren, weil sie mit meinen beiden Jobs kollidierten. 2016 hat mich gelehrt, dass wir in diesen schwierigen Zeiten doch enger Zusammenstehen und uns mehr um unsere Mitmenschen kümmern sollten. Damit meine ich nicht nur, dass wir uns insgesamt aktiver gegen "Hass und Hetze" engagieren, sondern uns auch die Frage stellen sollten, was uns denn wichtig ist in unserem Leben? Wie oben schon erwähnt, ist es mir wichtig mehr Zeit für Muse zu haben, gleichzeitig habe ich aber auch viel Lust, wieder mehr mit anderen Leuten zu unternehmen. Sei es privat mit Freunden oder auch mit Fotografenfreunden, um der gemeinsamen Leidenschaft zu fröhnen. Lust hätte ich auch hier und da wieder mal ein Tierschutzprojekt zu unterstützen. Den "Tapferen Knirpsen" bleibe ich natürlich auch weiterhin erhalten, da mir diese ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig ist. Ansonsten lasse ich mich treiben und schaue was so auf mich zukommt.

Als ich eben diesen Jahresrückblick noch einmal überflog fragte ich mich, ob er vielleicht nicht etwas zu negativ und düster ausgefallen ist? Durchstöbere ich jedoch meine Fotos stelle ich fest, dass ich unheimlich viele interessante und schöne Situationen erlebte, aus denen heraus coole Fotos entstanden. Begleitet wurden diese Fotos sehr oft von netten und tollen Menschen. Verrückt, dass wir in unserem Erleben oft so widersprüchlich sind. Oder vielleicht doch eher vielseitig?!

Zum Abschluß habe ich euch noch ein schönes Zitat meines Freundes David Hollstein:

 

"Es sind immer die Beziehungen zu anderen Menschen, die dem Leben Sinn geben (frei nach Humboldt). Diese Erfahrung durfte ich 2016 mehrfach erleben. Dafür bin ich sehr dankbar. Bleib aufrecht und hör auf dein Herz - es ist der beste Ratgeber!"

 

Für 2017 wünsche ich euch nur das Beste! Macht es gut und habt viel Spaß beim Betrachten meiner persönlichen Fotohighlights!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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