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Erlebnispädagogik

Herausforderung & Prozessbegleitung

E R L E B N I S P Ä D A G O G I K

Die Grundlagen der Erlebnispädagogik wurden bereits mit der Entwicklung der allgemeinen Pädagogik im 18. Jahrhundert gelegt. Jean-Jacques Rousseau, Henry David Thoreau oder auch die „Kopf-Herz-Hand„-Pädagogik von Johann Heinrich Pestalozzi, werden hierbei immer wieder als philosophische Basis genannt. Die moderne Erlebnispädagogik hat zudem bedeutsame Wurzeln in der Reformpädagogik des 19. Jahrhunderts. Ein weiterer wichtiger Wegbegleiter war Kurt Hahn, der mit seinen „Outward-Bound Schools“ den Weg in die Gegenwart ebnete.

"Emotionen & Herausforderung"

Erlebnispädagogik stellt einen pädagogischen Ansatz dar, der auf der Grundidee des "Handlungsorientierten Lernens" oder des "Erfahrungslernens" basiert. „Ansatz“ deshalb, weil Erlebnispädagogik keine Ansammlung einzelner loser Methoden oder Aktivitäten darstellt, sondern als pädagogisches Konzept verstanden werden muss. Die Erlebnispädagogik beruht auf klar definierten fachlichen Grundannahmen, neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und profesionellen Haltungen.

Auf Basis dieses Fundamentes, setzen wir vielfältige und miteinander vernetzte Arbeitsmethoden ein. Diese Methoden orrientieren sich an den Bedürfnissen der Teilnehmenden und werden so eingesetzt, dass Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. Dabei initiieren und begleiten wir Prozesse, die auf die Ebenen "Denken, Fühlen und Handeln" einwirken. Der Erlebnispädagoge wird somit zum Prozessbegleiter für die persönliche Weiterentwicklung von Teilnehmenden und/oder für die Weiterentwicklung von Teamarbeit und Teamprozessen.

Ein besonderes Merkmal der Erlebnispädagogik liegt darin, eingesetzte Methoden an Emotionen und Herausforderungen zu koppeln. Nach Erkenntnissen der Lernpsychologie, können dadurch nachhaltige Entwicklungen in den Bereichen Selbstbewusstsein, Vertrauen und/oder Teamkooperation stattfinden.

"Reflexion & Transfer in den Alltag"

Als Basis des Erfahrungslernens dienen einerseits herausfordernde Natursportaktivitäten wie Klettern oder Abseilen. Andererseits wird in der Erlebnispädagogik aber auch mit herausfordernden Kooperationsaufgaben gearbeitet. Diese können als spielerische Lernprojekte oder auch in Hoch- und Niedrigseilelementen stattfinden. Themen, die dabei aus der Tiefe an die Oberfläche auftauchen, werden durch unterschiedliche Reflexionsmethoden mit den Teilnehmenden aufgearbeitet. Weiterhin erarbeiten wir gemeinsam Methoden, um einen Transfer des Gelernten in den Alltag gelingen zu lassen.

"Raus aus der Komfortzone, rein in die Lernzone"

Erlebnispädagogik macht Spaß und erlebnispädagogische Aktivitäten können, auch ohne den Anspruch einer Prozessbegleitung, einen schönen und besonderen Ausgleich zum Alltag darstellen.

In der Prozessarbeit bedeutet Erlebnispädagogik jedoch, dass man einen Schritt aus der Komfortzone heraustritt und sich herausfordernden Situationen stellt. Als Voraussetzung für Entwicklungen, möchten wir den Teilnehmenden den Boden für eine Auseinandersetzung mit sich selbst oder der Gruppe bereiten (vgl. Abstreiter et al., 2017). Dies geschieht durch das bewusste Hinausführen aus der Komfortzone, hinein in eine Zone des Lernens. Dabei können Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Ärger oder Überforderung auftreten. Möglicherweise treten auch innere Konflikte bei Einzelnen oder offene oder verdeckte Konflikte in Teams zu Tage, weil durchgeführte Aufgaben durch ihre ähnliche Struktur, an (berufliche, schulische oder persönliche) Alltagssituationen erinnern. Meine Rolle als Erlebnispädagoge besteht in diesen Situationen darin, Teilnehmende eng zu begleiten. Grenzerfahrungen werden ermöglicht, ohne Teilnehmende jedoch in Bereiche zu führen, in denen Ängste dominieren oder nachhaltig negative Auswirkungen hinterlassen. Für mich als Prozessbegleiter steht dabei das Freiwilligkeitsprinzip („Challenge by Choice“) und das Einhalten von Sicherheitsaspekten (psychische und physische Sicherheit) an vorderster Stelle. Dem Erlebnispädagogen kommt hier eine besonders hohe Verantwortung zu.

"Systemischer Blickwinkel"

 

Da wir Menschen uns immer in sozialen Systemen bewegen, ist es mir wichtig meine Arbeit als Erlebnispädagoge aus einem "Systemischen Blickwinkel" heraus zu betrachten und Methoden aus der Systemischen Arbeit mit einfließen zu lassen. Dabei stehen Wertschätzung für die persönlichen Lebensmodelle der Menschen, ein ressourcenorientiertes und ein lösungsorientiertes Arbeiten im Vordergrund.

"Wer glaubt etwas zu sein,

hört auf, etwas zu werden."

 

(Sokrates)

              Sven Scheffel

Kanuguide

Systemischer Erlebnispädagoge

Fachwirt für Organisation und Führung

Erzieher

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